Urlaub in Santiago und Umgebung

Santiago de Chile sowie die Metropolregion sind der kulturelle Mittelpunkt des Landes und die wirtschaftlich bedeutsamste Region. Interessante Städte, großartige Landschaften mit Obst- und Weinanaugebieten sowie eine aktive Outdoor-Szene locken in den mittleren Teil Chiles. 

Passende Reiseangebote

Santiago & Wein
Reisebaustein

In 5 Tagen erleben Sie die moderne Metropole Santiago, die charmante Hafenstadt Valparaíso und kommen in den Genuss der preisgekrönten chilenischen Weine.


  • 5 Tage
  • ab/bis Santiago de Chile
  • deutschsprachige Reiseleitung
  • ab 1 Person

Chile Clásico Rundreise

Die abwechslungsreichen Höhepunkte Chiles lernen Sie auf dieser 12-tägigen Reise kennen. Von der Wüste Atacama über idyllische Seen führt die Reise in das atemberaubende Patagonien.


  • 12 Tage
  • ab/bis Santiago de Chile
  • deutschsprachige Reiseleitung
  • 2–12 oder 2–18 Teilnehmer

Höhepunkte Patagonien Rundreise

Diese geführte, deutschsprachige Rundreise führt entlang des südlichsten Teiles der legendären Panamericana-Straße durch Chile und Argentinien bis an das Ende des Kontinents.


  • 15 Tage
  • ab/bis Santiago de Chile
  • deutschsprachige Reiseleitung
  • 4–15 Teilnehmer

Unterwegs in Santiago und Umgebung

Ausgangspunkt für eine Reise in Chile ist meist die moderne Metropole Santiago de Chile, die eingebettet in ein tolles Andenpanorama liegt. Sie befindet sich etwa in mittlerer Lage des über 4.000 Meter langen Landes. Von hier lassen sich interessante Küstenstädte wie Valparaíso oder das mondäne Viña del Mar, Berge und Weinlandschaften erkunden. Im chilenischen Winter ist es nur ein Katzensprung in tolle Skigebiete. 

Santiago de Chile

Santiago de Chile steht für den wirtschaftlichen Aufschwung Chiles. Hier leben rund ein Drittel der Chilenen und die Unterschiede könnten kaum größer sein. Im Historischen Zentrum beherrschen die fliegenden Händler die Straßen und einige Häuserfassaden sind mehr als marode, in den Hochglanzvierteln Vitacura oder Las Condes dominieren Business-Leute und polierte Autokarosserien. 

Santiago de Chile wurde am 12. Februar 1541 von Pedro de Valdivia unter dem Namen »Santiago del Nuevo Extremo« gegründet. Bereits zuvor hatten hier aber indigene Gemeinden eine Siedlung errichtet und gaben nicht ganz widerstandslos das Territorium an die Spanier ab. Nach der Schlacht von Chacabuco am 12. Februar 1817 nördlich von Santiago und der Schlacht von Maipú am 5. April 1818 unter Führung chilenischer und argentinischer Unabhängigkeitskämpfer wurde schließlich die Unabhängigkeit Chiles von der spanischen Krone erreicht. Ein weiterer erheblicher Einschnitt in der chilenischen Geschichte war der Putsch des Militärs unter Augusto Pinochet am 11. September 1973 mit dem Sturm auf den Regierungspalast La Moneda und dem Tod des damaligen Präsidenten Salvador Allende. Die Auswirkungen von (Wirtschafts-)krisen, Diktatur und dem Umbruch zeigten sich besonders stark in der bevölkerungsrreichen Hauptstadt Chiles. Nichts desto trotz hat sich Santiago de Chile als wirtschatliches, politisches und kulturelles Zentrum etabliert und bietet sich als Ausgangspunkt für eine Chile Reise an.

Touristisch sehenswert ist das Historische Zentrum und die repräsentativen Gebäude rund um die Plaza de Armas. Hier befinden sich die Catedral Metropolitana de Santiago im neoklassizistischen Stil, der Bischofspalast, das städtische Postamt und der Palacio de la Real Audiencia mit dem Nationalmuseum Museo Histórico Nacional. Im Schatten von Palmen und mit mehreren Sitzmöglichkeiten, einem Musikpavillon und Verkaufsständen ist der Platz ein beliebter Versammlungsort. Unweit vom Plaza de Armas befindet sich der Regierungspalast La Moneda. Der Name lässt sich auf die im Jahre 1812 in diesem Gebäude gegründete Münzprageanstalt zurückführen. Täglich kann hier 10 Uhr die Wachablösung beobachtet werden. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Iglesia San Francisco, der ehemalige chilenische Nationalkongress und die Casa Colorada mit Stadtmuseum. Sehenswert ist der Cerro Santa Lucía mit geschichtlicher Bedeutung und tollem Ausblick. Das sich anschließende Künstlerviertel Barrio Lastarria lohnt ebenso für einen Spaziergang durch die prächtigen Gassen mit eleganter Architektur aus dem frühen 20. Jahrhundert, in der sich Theater, Cafés und Restaurants, Designläden und Galerien befinden. Hier befinden sich auch das Museum der bildenden Kunst Chiles Bellas Artes. 

Nordöstlich an das Stadtzentrum den Río Mapocho überquerend schließt sich z.B. das Barrio Bellavista an - Ausgehviertel mit vielen Bars, Diskotheken, Restaurants und Streetart. Von hier gelangt man auf den Cerro San Cristóbal und kann das Haus von Pablo Neruda »La Chascona« besichtigen. Am westlichen Rand von Bellavista befindet sich in der Nähe der Metro Patronota der Markt La Vega. Unzählige Gänge mit Obst, Gemüse, Käse, Fleisch, Fisch und Menschenmassen können auf den ersten Blick überfordernd wirken. Hier findet man aber wirklich alles, was das Herz begehrt. 

Vom imposanten Plaza Baqueadano führt die Costanera Norte zum Costanera Center mit der Aussichtsplattform Sky Costenera. Das moderne Zentrum mit vielen Wolkenkratzer trägt auch den Beinamen »Sanhattan«. Die Distrikte Providencia, Las Condes, Vitacura und Lo Barnechea sind Wohnviertel für die wohlhabende Mittel- und Oberschicht.

Charmante Viertel abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten sind die Barrios Italia,Yungay/Brasil und Paris-Londres. Hier kann man sich einfach treiben lassen und das typische Leben aufsaugen. Westlich des Historischen Zentrums befindet sich an der Metro Quinta Normal das bewegende Museum El Museo de la Memoria y los Derechos Humanos, welches über die Diktatur Augusto Pinochets informiert. Ganz in der Nähe im schönen Park Quinta Normal kann man auch das Naturkundemuseum Museo Nacional de Historia Natural besuchen. 

Cajón del Maipo

Das beliebte Naherholungsgebiet Cajón del Maipo befindet sich südwestlich von Santiago de Chile. Der Río Maipo hat hier über Jahrmillionen eine tiefe Schlucht geschaffen. Das spektakuläre Bergpanorama, heiße Quellen und klare Bergseen ziehen insbesondere Natur- und Wanderliebhaber an. Zwischen November bis März kann man auf dem Río Maipo auch raften.

Ein möglicher Ausgangspunkt im Cajón del Maipo ist das kleine Dorf Pirque mit Kunsthandwerkmarkt am Wochenende. Wanderungen können von dort aus in das Naturreservat Río Clarillo unternommen werden. Der größte Ort im Cajón del Maipo mit Übernachtungsmöglichkeiten ist San José de Maipo. Ein möglicher Tagesausflug mit Wanderung führt zum kleinen Cerro Morado Nationalpark. Am Ende dieser recht einfachen Wanderung vor spektakulärem Panorama winkt der Anblick des San Francisco Gletschers. Man kann in sein Gletschertor schauen und sogar auf einer Moränenschicht auf ihm umherlaufen. Im Winter lockt das Skigebiet Lagunillas auf 2.250 bis 2.580 Metern Höhe mit 13 Skipisten.

Auf dem Weg ins Maipo Tal wird die Bedeutung von Chile als Weinanbaugebiet gegenwärtig. Das große Weingut Concha y Toro oder auch die Viña Santa Rita mit bewegter Geschichte laden zu einem Besuch ein. Außerdem laden etwas rustikale heiße Quellen zur Erholung ein. Circa 100 km von Santiago entfernt befinden sich die Termas Valle de Colina. Eine weitere Möglichkeit findet man bei den Baños Morales.

Valparaíso

Valparaíso (das paradiesische Tal) – oder kurz auch Valpo genannt, ist wohl die chilenische Stadt mit dem meisten Charme und kulturelles Zentrum. Die Stadt hat ca. 260.000 Einwohner und ist studentisch geprägt. Das Stadtbild weicht stark vom klassischen Schachbrettmuster ab und wirkt auf den ersten Blick eher chaotisch – ein Labyrinth auf über 40 Hügeln. Der unvergleichbare Charakter der Stadt ist zentrale Thematik vieler literarischer, musikalischer und künstlerischer Interpretationen. Valpo hat eine lange Geschichte als dominierende Hafenstadt. Vor der Eröffnung des Panamakanals war Valparaíso der erste größere Hafen, den Schiffe nach der Umfahrung von Kap Hoorn erreichten. Besonders das 19. Jahrhundert war ein goldenes Zeitalter für Valparaíso in dem viele prunkvolle Gebäude errichtet wurden. Das 20. Jahrhundert war jedoch mit einem schweren Erdbeben im Jahr 1906 sowie der Eröffnung des Panamakanals im Jahr 1914 mit einigen schweren Schicksalsschlägen verbunden. Die im Juli 2003 erfolgte Ernennung des historischen Stadtkerns mit seiner Architektur aus dem 19. und 20. Jahrhundert von der UNESCO zum Weltkulturerbe verlieh der Stadt aber einen enormen Boom und viele Hostels und Boutique-Hotels entstanden.

Valparaíso erkundet man am besten zu Fuß und nutzt eine der vielen traditionellen Aufzüge bzw. Standseilbahnen. Die Plaza Sotomayor auf der Ebene „el plan“ entlang der Bucht ist ein guter Ausgangspunkt für eine Stadterkundung. Schöne Ausblicke über die kunterbunte Stadt erhält man beispielsweise vom Cerro Concepción, Cerro Bellavista oder dem Cerro Alegre. Entlang der farbenfrohen Gassen entdeckt man viel Streetart. Eine Stiftung mit dem Projekt »Cielo Abierto« setzte auf Open Air Kunst und lud seit den 90ern verschiedene Graffiti-Künstler ein, die Häuser und Wände der vom trüben Küstenklima geprägten Hafenstadt aufzufrischen. Viele der Kunstwerke sind besonders eindrucksvoll und teilweise auch sehr politisch geprägt. Der Parque Cultural de Valparaíso auf dem Cerro Cárcel ist ein interessanter Ort auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses, um das lebendige Treiben zu beobachten und Kunsthandwerk zu erstehen.

Ein absolutes Muss, nicht nur für Pablo Neruda Fans, ist der Besuch des Museums La Sebastiana – die ehemalige Residenz des berühmten chilenischen Dichters.

Isla Negra

Südlich von Valparaíso befindet sich das Fischerdorf Isla Negra, dessen berühmteste Attraktion das größte und schönste der drei Häuser Pablo Nerudas ist. Das Innere des Hauses ist heutzutage ein Museum (Erkundung mit deutschsprachigem Audioguide), in dem der Geist des Dichters weiterlebt. Hier findet sich ein unglaubliches Sammelsurium der verschiedensten Gegenstände: Galionsfiguren, leere Flaschen, Modellschiffe, Muscheln aus aller Herren Länder, Pfeifen und viele weitere Sammlerstücke. Auch die Architektur ist fantasievoll und exzentrisch. Pablo Neruda ist hier an einem seiner Lieblingsorte auch beigesetzt. Sein Grabstein überblickt den Ozean. 

Viña del Mar

Das chilenische Seebad Viña del Mar ist mit 295.000 Einwohnern etwas größer als Valparaiso.Das mediterrane Ambiente der Stadt mit seinen Palmen und Sandstränden macht die Stadt vor allem im Januar und Februar attraktiv für Badeurlauber. Die Strandlinie erstreckt sich von Reñaca bis Concón, wo es außerdem gigantische Sanddünen zu bestaunen gibt. Das Stadtbild ist viel moderner und eleganter als in Valparaíso. Zahlreiche Festivals, Diskotheken und Bars ziehen viele junge Leute an.  Das wichtigste Festival alljährlich im Februar ist das »Festival de la Canción de Viña del Mar« - ein Muss für jeden Musikliebhaber. Besonders viele Sehenswürdigkeiten gibt es aber nicht. Beliebte Ausflugsziele sind neben den Stränden der Botanische Garten und die Blumenuhr (Reloj de Flores). 

Weitere Seebäder wie z.B. Zapallar oder Maintencillo schließen sich in nördliche Richtung an der Küste an das dicht besiedelte Gebiet um Viña del Mar an. 

Pichilemu

Pichilemu an der chilenischen Küste ist ein Surfparadies mit relaxtem Vibe. Strände wie Punta de Lobos und Infiernillo verwandeln sich jedes Jahr zum Veranstaltungsort für internationale Surfmeisterschaften. Bis zu 8 Meter hohe Wellen sind ein Garant für Adrenalin. Entlang des Hauptstrandes Playa las Terrazas gibt es viele Geschäfte, Restaurantmöglichkeiten und Cafés. Fangfrischer Fisch und Cochayuyo (eine essbare Algenart) runden das kulinarische Angebot ab. Neben dem gut besuchten Playa las Terrazas gibt es auch abgeschiedenere Strände in Richtung Punta de Lobos. Pichilemu ist zudem ein guter Ort zur Vogelbeobachtung. Man kann viele Seevögel wie Pelikane, Möwen, Albatrosse oder Brachvögel direkt vom Strand aus beobachten.

Valle de Colchagua

Das südlich von Santiago gelegene Valle de Colchagua erstreckt sich in einem schmalen landwirtschaftlich genutzten Tal zwischen den Städten Santa Cruz und San Fernando. Die klimatischen Bedingungen sind hier ideal für den Anbau verschiedener Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah, aber auch Carménère und Malbec. Der Tinguiririca-Fluss sorgt für ausreichend Wasser, die Sonne scheint oft und die Bodentypen eignen sich perfekt. Diverse prestigeträchtige Weingüter sind im Colchagua Tal ansässig und bieten Weinverkostungen der preisgekrönten Tropfen an. Einige der nennenswerten Weingüter sind Viña Laura Hartwig, Viña Montes, Viña Santa Cruz, Viña Koyle oder Viña Apaltagua. 

Wenn Sie gutes Essen, guten Wein und Kultur lieben, dann ist das Colchagua-Tal genau der richtige Ort für Sie. Am Cerro Chamán gibt es eine Seilbahn, die zu einem Observatorium führt. Außerdem verkehrt zwischen San Fernando und Paniahue eine restaurierte Schmalspurbahn durch die üppigen Weinfelder. Besonders sehenswert ist das Museo de Colchagua in Santa Cruz mit Fokus auf die präkolumbischen Kulturen Lateinamerikas sowie die Erd- und Menschheitsgeschichte.


Wie komme ich am besten nach Santiago?

Santiago de Chile ist Ausgangspunkt für Chile Reisen und wird von mehreren europäischen Fluggesellschaften angeflogen. Der Aeropuerto de Santiago (SCL) ist Heimatflughafen und wichtigstes Drehkreuz von LAN Airlines. Leider werden derzeit keine Direktflüge ab Deutschland nach Santiago de Chile angeboten. Es gibt Direktflüge mit LAN und Iberia von Madrid, mit KLM ab Amsterdam, mit British Airways ab London, mit Alitalia ab Rom und mit Air France ab Paris. Mit LAN gibt es außerdem einige Verbindungen ab Mexiko, USA und Kanada. Lufthansa fliegt in Kooperation mit LATAM über Madrid nach Santiago de Chile, mit Avianca ab Frankfurt über Bogotá und Swiss via Sao Paulo ab Zürich sowie Austrian Airlines mit Air France ab Wien über Paris. Innerhalb des Landes fliegen LAN und die Low-Cost-Airline Sky Airlines verschiedene Städte an.

In Santiago de Chile gibt es vier große Busterminals an verschiedenen Orten: Terminal San Borja (Nationale Ziele im Norden und mittleres Chile, Metrostation: Estación Central), das Terminal Santiago, (ehemals Terminal Sur, Internationale und nationale Ziele, Metrostation: Universidad de Santiago), das Terminal Alameda (Nationale Ziele an der Küste, Metrostation: Universidad de Santiago) und das Terminal Los Héroes (National und Argentinien, Metrostation: Los Héroes). 

Santiago de Chile ist außerdem an die Panamericana Ruta 5 in der Nord-Süd-Achse angeschlossen. Die Straßen sind gut ausgebaut und mautpflichtig. Die Ziele in der näheren Umgebung wie z.B. Valparaíso oder Viña del Mar sowie das Valle de Colchagua lassen sich auch alle bequem mit einem Mietwagen oder eigenem Auto erreichen. Innerhalb der Stadt kann man das gut ausgebaute Metronetz nutzen oder sich mit Taxis fortbewegen.

Wann ist die beste Reisezeit für Santiago und Umgebung?

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