Urlaub auf der Insel Chiloé

Die mystische Insel Chiloé ist nach Feuerland die zweitgrößte Insel Chiles und lockt mit einer sanft hügeligen Landschaft und ihrer besonderen Kultur. Elemente der indigenen Gemeinde, spanischer Eroberer, jesuitischer Missionare und deutscher Einwanderer befinden sich hier in einem stimmigen Zusammenspiel. Zahlreiche prächtige Holzkirchen stehen zudem auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

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Unterwegs auf der Isla Chiloé

Das Chiloé-Archipel besteht aus der Hauptinsel Chiloé, die ca. 180 km lang und 50 breit ist sowie mehreren kleineren Inselgruppen. Die Insel Chiloé ist mit einer Fährverbindung über den Kanal von Chachao mit dem Festland von Chile verbunden. Mehrere Städte und Ortschaften befinden sich vor allem an der von Fjorden durchzogenen Ostküste der Insel. Der Westen hingegen ist von wilder, unberührter Natur geprägt. Hier befindet sich der Nationalpark Chiloé. Die Panamericana führt über die Insel und endet hier auch. Die größten Anlaufziele auf Chiloé sind die Kleinstädte Ancud im Norden und Castro im Zentrum der Insel. Kulturinteressierte kommen hier auf ihre Kosten. Natur- und Abenteuersuchende lassen sich bei Wanderungen in der wettergegerbten und teils unberührten Natur mit den immergrünen Wäldern begeistern. Die Chiloten sind darüber hinaus extrem freundliche Gastgeber und geben gern einen Einblick in den vielfältigen traditionsreichen Alltag sowie die Mythologie. Chiloé ist bekannt für seine Legenden und Geschichten von magischen Wesen, Hexen, Zauberern, verwunschenen Jungfrauen und Geisterschiffen.

Ancud

Die Küstenstadt Ancud lockt mit Hafen, Markt und Befestigungsanlagen. Die zweitgrößte Stadt der Insel Chiloé wurde als spanische Festung im Jahr 1767 gegründet. Die Festung San Antonio kann man noch heute besuchen und bei schönem Wetter traumhafte Sonnenuntergänge genießen.
Mehr über die Geschichte erfahren Interessierte im Regionalmuseum Aurelio Bórquez Canobra.  Im Hof des Museums ist eine Nachbildung des Schiffes Ancud zu sehen, das 1843 von Ancud aus zur Magellanstraße startete.
Von Ancud lohnen sich Ausflüge zu den Islotes de Puñihuil, wo von November bis März Magellan- und Humboldtpinguine leben, zum Fuerte Ahui oder zu einem der schönen Strände.

Nationalpark Chiloé

Der Nationalpark im Westen der Insel ist in drei verschiedene Bereiche eingeteilt und wurde 1983 eingerichtet. Am nördlichen Rand des Nationalparks Chiloé befindet sich der Ort Chepu, 38 Kilometer südlich von Ancud, nur über eine Schotterpiste zu erreichen. Auf dem Fluss Chepu kann im Rahmen einer abenteuerlichen Tour mit dem Kayak gefahren werden. Auf der Höhe der Hauptstadt der Insel Castro befindet sich am Pazifik der Ort Cucao und ein weiterer Eingang zum Nationalpark Chiloé. Valdivianischer Regenwald mit Tepü-Bäumen sowie der raue Pazifik, Sanddünen und Moorgebiete vereinen sich hier zu einem Landschaftsidyll. Es gibt verschiedene Rundwege, um die lokale Flora und Fauna kennenzulernen.
Auf der zur Isla Grande de Chiloe gehörenden Insel Metalqui, die nur im Rahmen einer geführten Tour besucht werden kann, leben Seelöwen.

Quemchi

In Quemchi wurde der chilenische Schriftsteller Francisco Coloane geboren, der seinen Heimatort auch »Gemeinde der tausend Landschaften« nannte. Der Ort selbst besitzt eine schöne Holzkirche und die Uferstraße lädt zu einem Stadtbummel ein. Der etwas erhöht gelegene Friedhof, wo sich auch das Mausoleum der Familie Coloane befindet, bietet einen schönen Ausblick über die Gemeinde und bei klarem Wetter bis zu den Vulkanen der Seenregion. Südlich von Quemchi befindet sich die Isla Aucar, welche nur über eine 600 Meter lange Holzbrücke erreichbar ist und vollständig von einer Kapelle mit Friedhof eingenommen wird. Die Isla Mechuque ist für ihre Holzhäuser auf Pfählen bekannt. 

Dalcahue

Dalcahue ist ein kleiner Küstenort mit Fährverbindung zur Isla Quinchao. Besonders sehenswert ist hier der Kunsthandwerkermarkt sowie die Fischrestaurants am Hafen. Hier können Sie Curanto probieren, eine Art Eintopf mit Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten. Traditionell wird es im Erdloch zubereitet. Außerdem können Sie die dreischiffige Kirche Nuestra Señora de Los Dolores besuchen, die 1849 errichtet wurde. Sie zählt zu einer der 16 chilotischen Kirchen mit UNESCO Weltkulturerbe-Status. Alternativ lernen Sie die Geschichte der Ureinwohner Chiloés im Museo Histórico Etnográfico kennen.

Isla Quinchao

Die Isla Quinchao ist die zweitgrößte Insel des Chiloé-Archipels und ist durch einen Kanal von Dalcahue getrennt. Regelmäßige Fährverbindungen führen aber in wenigen Minuten nach La Pasada. Die größten Gemeinden auf der Isla Quinchao sind Achao und Curaco de Vélez. Die älteste Holzkirche des Archipels befindet sich in Achao - die Iglesia Santa Maria. Die eindrucksvolle Kirche aus Zypressenholz hält ohne einen einzelnen Metallnagel. In Achao spielt sich das Leben an der Uferstraße ab. Hier gibt es auch einen Fisch- und Kunsthandwerkmarkt. 

Castro

Castro ist älteste Stadt der Insel und Provinzhauptstadt von Chiloé. Auch in Castro ist die zentrale Plaza der Mittelpunkt der geschäftstüchtigen Stadt. Die Iglesia de San Francisco am Hauptplatz wirkt wie eine Kathedrale mit einem beeindruckenden Innenraum von 1300 qm. Sie wurde vom italienischen Architekt Eduardo Provasali geplant und 1906 fertig gestellt. Im westlichen Stadtviertel Barrio Gamboa an der Bucht Fiordo de Castro sowie im Nordosten der Stadt an der Küstenstraße Calle Pedro Montt stehen noch gut erhaltene bunt getünchte Holzpfahlbauten, die palafitos genannt werden. Mitbringsel können auf der Fería de Artesanía südlich des Hafens erstanden werden. Museenliebhaber können durch das Museo Regional de Castro oder das Museo de Arte Moderno de Chiloé streifen. Castro feiert jedes Jahr in der dritten Februarwoche das große Brauchtumfest Festival Costumbrista. 

Chonchi und Isla Lemuy

Chonchi ist aufgrund der geographischen Besonderheit seines Standortes an einer Steilküste im Osten der Insel terrassenartig angelegt und trägt den Beinamen »ciudad de tres pisos« (Stadt auf drei Etagen). In Chonchi kann man darüber hinaus noch einige Wohngebäude aus Holz, die vom Ende des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts noch gut erhalten sind, besichtigen. Die Kirche San Carlos de Borromeo befindet sich auf der UNESCO Weltkulturerbeliste. Das Regionalmuseum Museo de las Tradiciones Chonchinas  gibt Einblick in die Lebensweise unterschiedlicher Bevölkerungsschichten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Vom kleinen Fähranleger Puerto Huichas gibt es stündliche Fährverbindungen zur Isla Lemuy. Die Isla Lemuy ist die drittgrößte des Archipels und besteht aus einem Dorf namens San Agustín.

Quellón

Quellón ist die südlichste Stadt der Isla Chiloé. Touristisch ist sie nicht besonders interessant, dafür aber beliebter Ausgangspunkt für Besuche im privaten Naturpark Tantauco oder für Ausflüge zur Walbeobachtung im Golfo Corcovado. Außerdem gibt es Fährverbindungen ins patagonische Chaitén zur Carretera Austral und Puerto Chacabuco. Quellón ist der Endpunkt der legendären Panamericana, die ihren Beginn in Alaska hat. Bei einem Aufenthalt in Quellón lohnt sich der Besuch des Museums Inchin Cuivi An, welches über die Vergangenheit der Huilliche informiert.


Wie komme ich am besten auf die Insel Chiloé?

Die Isla Chiloé ist im Norden über den Kanal von Chacao mit dem Festland von Chile (Pargua) verbunden. Es existiert eine ca. 30-minütige Fährverbindung nach Pargua. Bis zum Flughafen El Tepual in Puerto Montt sind es dann noch 57 km. Auf der Insel kann man sich leicht mit dem eigenen Wagen oder öffentlichen Verkehrsmittel orientieren. Die Panamericana (Ruta 5) führt über Ancud nach Castro und Quellón. Von Ancud nach Quellón sind es ca. drei Stunden mit dem Auto. Quellón am südlichen Ende der Isla Chiloé bietet verschiedene Fährverbindungen nach Chaitén und Puerto Chacabuco an. 

Wann ist die beste Reisezeit für die Isla Chiloé?

Die beste Reisezeit für die Isla Chiloé ist zwischen November und April. Das Klima auf der Isla Chiloé ist ganzjährig mild, aber relativ feucht. Besonders im Westen der Insel fallen hohe Niederschläge. In den Monaten Januar, Februar und März kann man mit mehr Sonnenstunden rechnen. Zwischen Oktober und März können der Nähe von Ancud bei den Islotes de Puñihuil sogar Pinguine beobachtet werden.


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